Blut und Wasser....

...haben wir zwar nicht gerade geschwitzt aber „Herzblut“ haben wohl alle Beteiligten bewiesen, die sich anlässlich des 1. Berliner Life Run am Morgen des 14.August am Café Schönbrunn im Volkspark Friedrichshain trafen. Allen voran natürlich die etwa 80 Läuferinnen und Läufer, aber auch die Helferinnen und Helfer, die Streckenposten und nicht zuletzt die Zuschauer.

Auch Vorstand und Geschäftsführung und viele Mitarbeiter der BAH waren gekommen, was uns Läuferinnen und Läufern zeigte wie wichtig dieses Projekt für die BAH ist. Bereits die ganze Nacht hatte es geregnet und nach einer kurzen Pause am frühen Morgen begann es pünktlich eine Stunde vor dem Start wieder zu regnen. Nur gut dass das Café Schönbrunn so eine schöne große wasserdichte Markise über seiner Terrasse hatte, so konnte hier die Startnummernausgabe, das Umziehen und all die Dinge die vor so einem Lauf notwendig sind im Trockenen stattfinden.

Die Stimmung war trotz des Regens gut, obwohl wohl alle hofften es würde bis zum Startschuss noch aufhören zu regnen. Und obwohl alles bestens organisiert war, nicht zuletzt durch den Einsatz aller Helferinnen und Helfer, allen voran Ralph Ehrlich, blieb es bei der Hoffnung. Um kurz nach halb zehn starteten wir bei kräftigen Dauerregen auf die 10 km lange Strecke. Das Tempo war von Anfang an trotz des Regens beachtlich hoch und das Feld zog sich rasch auseinander. Zeitweise musste ich nach meinem Vorläufer suchen wenn es um irgendwelche Ecken auf dem Parkgelände ging. Damit es nicht zu langweilig wurde und es auch für eine 5 km Runde reichte ging es manchmal kreuz und quer durch den Volkspark Friedrichshain. Und dann passierte es. Ich traf eine kleine Gruppe von drei Läufern, die an einer Weggabel darüber berieten wo die Strecke denn entlangführt, denn der morgendliche Dauerregen hatte viele Streckenmarkierungen fortgespült. Wir entschlossen uns gemeinsam geradeaus weiterzulaufen, die Trommeln der Trommlergruppe am Café Schönbrunn waren schon zu hören. Die Richtung musste stimmen, aber plötzlich sahen wir die Schlussläufer des Feldes vor uns laufen. Irgendwie waren wir wohl doch verkehrt gelaufen. Wie wir später erfuhren waren wir nicht die Einzigen gewesen, die vom Weg abgekommen waren. Der Lauf wurde dann aufgrund der vielen „verirrten“ Läufer abgebrochen und wir wurden auf dem kürzesten Weg zum Café Schönbrunn umgeleitet.

Ich hatte den Eindruck dass dies der Stimmung keinen Abbruch tat. Vielleicht war der Eine oder die Andere enttäuscht nicht die vollen 10 km gelaufen zu sein, aber dieser erste Berliner Life Run wird uns allen sicherlich in Erinnerung bleiben. Ich hoffe dass es im nächsten Jahr, hoffentlich bei schönerem Wetter, eine Fortsetzung geben wird. Ich persönlich hatte viel Spaß und fand es schön mit einer Gruppe von Menschen zu laufen, die von dem gleichen Gedanken geleitet wurden an diesem Lauf teilzunehmen. Danke auch an all diejenigen diesen Lauf möglich gemacht haben, auch den vielen Sponsoren.

Kay Sacherer